
Wintersturm im Nordosten treibt Cannabis-Verkäufe in vier Bundesstaaten in die Höhe
Ein schwerer Wintersturm trieb die Cannabis-Verkäufe in New York, New Jersey, Maryland und Massachusetts auf Rekordhöhen, da Verbraucher Marihuana als unverzichtbaren Artikel betrachteten
Key Points
- 1Cannabis-Einzelhändler verzeichneten vor dem Wintersturm im Nordosten Verkaufszahlen auf dem Niveau des ‚Green Wednesday‘
- 2Apotheken in New York erlebten deutliche Umsatzsteigerungen, einige berichteten von mehreren Tausend Dollar mehr pro Woche
- 3Händler erhöhten schnell Personal und Lagerbestand, um der steigenden Nachfrage, insbesondere bei Esswaren, gerecht zu werden
- 4Branchendaten zeigen, dass Cannabis zunehmend als Haushaltsgrundlage in Notfällen angesehen wird
- 5OG Lab-Analyse: Dieser Trend unterstreicht die breite Akzeptanz von Cannabis und die Notwendigkeit betrieblicher Bereitschaft in Krisenzeiten
Als ein mächtiger Wintersturm den Nordosten der Vereinigten Staaten überquerte, erlebten legale Cannabis-Einzelhändler einen beispiellosen Anstieg der Verkaufszahlen, der an die geschäftigsten Einkaufstage der Branche erinnerte. Laut der Branchenanalyseplattform Lit Alerts meldeten Apotheken in New York, New Jersey, Maryland und Massachusetts Verkaufsvolumina, die mit dem „Green Wednesday“, dem Tag vor Thanksgiving, der für seine hohe Cannabis-Nachfrage bekannt ist, vergleichbar sind. Dieser Anstieg ereignete sich am Wochenende vor dem Eintreffen des Sturms am Sonntag, als Kunden neben traditionellen Vorräten auch Cannabis bunkerten
Das Phänomen war besonders ausgeprägt in New York, wo Schneefälle von über einem Fuß Gouverneurin Kathy Hochul dazu veranlassten, den Notstand auszurufen. Einzelhändler beobachteten, dass Verbraucher Cannabis als Grundnahrungsmittel behandelten und es zusammen mit Brot, Eiern und Milch kauften. Chris Kulian, Mitbegründer von Stoops NYC im Flatiron District in Manhattan, berichtete von einem Verkaufsanstieg um 8.000 US-Dollar im Vergleich zur gleichen Woche des Vorjahres und sagte: „Es sind Eier, Brot, Milch – und Cannabis. Cannabis ist zum neuen Grundnahrungsmittel geworden.“
Andere Händler bestätigten diese Beobachtungen. Bei The Cannabis Place, das sowohl in Queens als auch in Jersey City tätig ist, stellte CEO Osbert Orduña fest, dass sich die Verkäufe verdoppelten, insbesondere bei mit Cannabis versetzten Schokoladen, die fast ausverkauft waren. Orduña führte den Anstieg direkt auf den Sturm zurück und sagte: „Es ist zu 100 % wegen des Sturms. Wir haben unser Personal verdoppelt, um der Nachfrage gerecht zu werden.“ Solche schnellen Personalaufstockungen unterstreichen die Flexibilität, die Cannabis-Unternehmen bei plötzlichen Marktveränderungen benötigen
Seit dem Beginn des Verkaufs von Cannabis für den Freizeitgebrauch in New York im Dezember 2022 hat der Bundesstaat eine rasante Expansion erlebt, mit inzwischen 578 geöffneten Verkaufsstellen, darunter 245 allein in New York City. Laut MJBizDaily erreichten die legalen Cannabis-Verkäufe in New York im Jahr 2025 einen Rekordwert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Dieses Wachstum unterstreicht die Fähigkeit der Branche, Verbrauchern in Notfällen als verlässliche Bezugsquelle zu dienen und Cannabis im Bewusstsein der Öffentlichkeit neben anderen Haushaltsnotwendigkeiten zu verankern
Branchenanalysten deuten darauf hin, dass die Auswirkungen des Sturms auf die Cannabis-Verkäufe die Normalisierung von Marihuana in der Konsumkultur, insbesondere in Krisenzeiten, verdeutlichen. Ein Sprecher von Lit Alerts kommentierte: „Der Verkaufserfolg zeigt, dass Cannabis für viele Erwachsene zum Grundnahrungsmittel geworden ist, auf der Vorratsliste neben Brot, Milch und Eiern.“ Die Fähigkeit der Cannabis-Händler, die steigende Nachfrage bei extremen Wetterereignissen zu bewältigen, festigt zudem die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit des Sektors
Aus Sicht der OG Lab-Redaktion signalisiert dieser Anstieg der Cannabis-Verkäufe während eines schweren Wintersturms eine Verschiebung in der Priorisierung von Cannabis neben traditionellen Grundbedürfnissen durch die Verbraucher. Mit fortschreitender Legalisierung und Normalisierung werden solche Ereignisse wahrscheinlich die Rolle von Cannabis im Alltag und in der Notfallvorsorge weiter stärken. Die Branche sollte sich auf ähnliche Muster bei zukünftigen wetterbedingten Störungen einstellen und dabei operative Flexibilität sowie Bestandsmanagement als zentrale Schwerpunkte betrachten


