Yucca gigantea (Riesen-Yucca)
Stachellose Yucca aus Mittelamerika: keine Palme, sondern Verwandte des Spargels. In der Natur von der Yucca-Motte bestäubt — klassisches Beispiel für Pflanze-Insekt-Symbiose.
Herkunft und Familie
Yucca gigantea, oder stachellose Yucca, ist eine Art aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Heimat ist Mittelamerika (von Mexiko bis Guatemala und Belize). Trotz des „palmenartigen“ Aussehens — hoher Stamm und Blattschopf oben — ist die Yucca keine Palme, sondern ein einkeimblättriges Gewächs, verwandt mit Spargel, Agave und Nolina.
Stachellose Yucca
Anders als viele andere Yuccas mit dornigen Blattspitzen hat Y. gigantea stachellose Blätter und eignet sich gut für Begrünung; oft als Zimmer- oder Kübelpflanze gehalten. Der alte Name Yucca elephantipes („Elefantenfuß“) bezieht sich auf die verdickte Stammbasis bei älteren Exemplaren.
Yucca und Yucca-Motte
In der Natur wird Yucca gigantea von der spezialisierten Yucca-Motte (Tegeticula und verwandte Gattungen) bestäubt. Das Weibchen sammelt Pollen, trägt ihn zu einer anderen Blüte und legt Eier in den Fruchtknoten; die Larven fressen einen Teil der Samen, die Pflanze erhält garantierte Bestäubung. Ein bekanntes Beispiel für obligaten Mutualismus zwischen Pflanze und Insekt.
Im Botanischen Garten
In Sammlungen schätzt man die Riesen-Yucca wegen der architektonischen Form, der Anspruchslosigkeit und der Toleranz gegenüber trockener Luft. Sie braucht Licht, durchlässigen Boden und mäßige Bewässerung; in warmem Klima wird sie ausgepflanzt, in gemäßigten Zonen im Kübel mit Überwinterung im Haus gehalten.
Quick Answer
Yucca gigantea ist die stachellose Yucca aus der Familie der Spargelgewächse, aus Mittelamerika; keine Palme. In der Natur von der Yucca-Motte bestäubt (obligater Mutualismus).