
Bundesweite THC-Grenze bedroht Hanfprodukte in Florida ab November 2023
Ab November 2023 begrenzt eine neue US-Bundesregelung den THC-Gehalt in Hanfprodukten auf 0,4 mg pro Verpackung, was zahlreiche Produkte in Florida und bundesweit betrifft.
Key Points
- 1Bundesweite THC-Grenze von 0,4 mg pro Verpackung tritt am 12. November 2023 in Kraft.
- 2Rund 95 Prozent der derzeitigen Hanfprodukte werden dadurch bundesweit illegal.
- 3Nicht nur berauschende, sondern auch viele nicht-psychoaktive CBD-Produkte sind betroffen.
- 4Präsident Trump fordert eine Gesetzesänderung zur Sicherung des Zugangs zu Vollspektrum-CBD.
- 5Florida arbeitet an einem neuen Regulierungsrahmen, um den Hanfmarkt zu stabilisieren.
Ab dem 12. November 2023 tritt in den USA eine bundesweite Regulierung in Kraft, die den Gesamt-THC-Gehalt in Hanfprodukten auf 0,4 mg pro Verpackungseinheit begrenzt. Diese Änderung basiert auf einer Änderung im Bundesgesetz, die den Begriff des legalen Hanfs von Delta-9 THC auf eine Gesamt-THC-Bewertung umstellt. Experten schätzen, dass dadurch etwa 95 Prozent der derzeit auf dem Markt befindlichen Hanfprodukte in den Vereinigten Staaten illegal werden könnten.
Die neue Regelung betrifft nicht nur berauschende Produkte, sondern auch viele nicht-psychoaktive CBD-Produkte, die als Alternativen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten oder frei verkäuflichen Schmerzmitteln genutzt werden. Die Unsicherheit hat bereits jetzt Auswirkungen auf die Hanfbranche in Florida: Landwirte zögern mit dem Anbau, Händler reduzieren Bestellungen, und kleine Unternehmen fürchten wirtschaftliche Einbußen.
Michael Smith, Inhaber des Fachgeschäfts Herban Flow in St. Petersburg, betont die Bedeutung der Hanfprodukte für sein Geschäft: "Etwa 80 Prozent unserer Umsätze stammen aus Hanf-basierten THC-Produkten. Die bevorstehende Regulierung führt zu großer Verunsicherung bei unseren Kunden." Der Ruf nach einer differenzierten und verbraucherfreundlichen Regulierung wird auch von der Regierung aufgenommen: Präsident Trump fordert eine Anpassung des Gesetzes, um den Zugang zu Vollspektrum-CBD-Produkten zu sichern.
Die politische Debatte in Florida bleibt angespannt. Ein zuvor vom Parlament verabschiedeter Gesetzentwurf zur Regulierung berauschender Hanfprodukte wurde vom Gouverneur abgelehnt, da er als zu belastend für kleine Unternehmen eingeschätzt wurde. Aktuell wird in einem Arbeitskreis an einem neuen Regulierungsrahmen gearbeitet, der die Interessen von Produzenten, Händlern und Verbrauchern besser berücksichtigen soll.
Die geplante bundesweite Begrenzung des THC-Gehalts stellt für viele Beteiligte eine Herausforderung dar. Branchenvertreter wie David Shiffman, Geschäftsführer eines Hanfunternehmens in Südflorida, warnen vor den Folgen eines abrupten Verbots: "Ein Geschäft nach Vorschrift aufzubauen und dann durch neue Gesetze die Grundlage entzogen zu bekommen, ist für uns alle eine große Belastung." Dennoch bleibt die Hoffnung, dass eine nachhaltige und klare Regulierung gefunden wird, die den Markt stabilisiert.
Vorschriften im Detail: Ab November 2023 dürfen Hanfprodukte in den USA maximal 0,4 mg Gesamt-THC pro Verpackung enthalten. Diese Regelung gilt für alle Bundesstaaten, auch Florida. Verbraucher und Händler sollten die Zusammensetzung der Produkte genau prüfen und sich über die aktuell gültigen Vorschriften informieren, um gesetzeskonform zu bleiben.


