UC Berkeley-Umfrage zeigt stagnierende Unterstützung für Psychedelika-Entkriminalisierung
High TimesPsychedelic Decrim Has A Voter Problem. Nobody Wants To Talk About It.

UC Berkeley-Umfrage zeigt stagnierende Unterstützung für Psychedelika-Entkriminalisierung

Eine UC Berkeley-Umfrage ergab, dass die Unterstützung amerikanischer Wähler für medizinischen und therapeutischen Zugang zu Psychedelika steigt, die öffentliche Zustimmung zur Entkriminalisierung des persönlichen Gebrauchs jedoch bei unter 30 % stagniert

Key Points

  • 1Unterstützung für psychedelische Forschung und Rezeptzugang stieg zwischen 2023 und 2025 deutlich bei US-Wählern
  • 2Die Unterstützung der Wähler für die Entkriminalisierung des persönlichen psychedelischen Gebrauchs blieb mit 28–29 % nahezu unverändert
  • 3Mehrheiten befürworten regulierten therapeutischen Zugang für Veteranen, Menschen in Palliativversorgung und Personen mit psychischen Erkrankungen
  • 4Stigmatisierung und Sicherheitsbedenken bestehen weiterhin, besonders bei konservativen und schwarzen Wählern
  • 5Die Umfrage befragte 1.577 registrierte Wähler und wurde von zwei anonymen Spendern finanziert

Eine neue landesweite Umfrage des UC Berkeley Center for the Science of Psychedelics zeigt, dass die öffentliche Unterstützung für medizinische und therapeutische Anwendungen von Psychedelika zwar zunimmt, die Haltung zur Entkriminalisierung des persönlichen Gebrauchs jedoch weitgehend unverändert bleibt. Laut Daten, die im April 2025 von 1.577 registrierten US-Wählern erhoben wurden, stieg die Unterstützung für eine erleichterte psychedelische Forschung um 14 Prozentpunkte, und der Zugang auf Rezept kletterte in den letzten zwei Jahren um 12 Punkte. Der Anteil der Wähler, die die Abschaffung strafrechtlicher Sanktionen für den persönlichen Besitz unterstützen, veränderte sich jedoch kaum und ging von 29 % im Jahr 2023 auf nur 28 % im Jahr 2025 zurück – eine statistisch nicht signifikante Änderung

Die Ergebnisse unterstreichen eine wachsende Kluft zwischen der Unterstützung für klinischen Zugang und umfassenderen Entkriminalisierungsbemühungen. "Eine Minderheit der Bevölkerung unterstützt zunehmend regulierten, kontrollierten Zugang, aber erhebliche Sicherheitsbedenken bleiben bestehen", sagte Tyrone Sgambati, Hauptautor der Umfrage. Der Bericht mit dem Titel „A Rising Tide of Cautious Support“ stellt fest, dass die Öffentlichkeit deutlich eher bereit ist, Menschen mit ernsthaften Gesundheitsproblemen Zugang zu Psychedelika zu gewähren als Freizeitnutzern

Die Umfrage zeigt, dass große Mehrheiten der Wähler regulierten therapeutischen Zugang oder Entkriminalisierung für Bevölkerungsgruppen wie Militärveteranen, Menschen mit Depressionen oder Suchterkrankungen sowie Personen in der Palliativversorgung befürworten. Tatsächlich unterstützen 86 % der Befragten mindestens regulierten therapeutischen Zugang oder Entkriminalisierung für Menschen in der Palliativversorgung – das stärkste Ergebnis der Umfrage. Im Gegensatz dazu befürworten nur 26 % die Entkriminalisierung für Erwachsene über 21 Jahre ohne medizinischen Bedarf, während weitere 26 % für diese Gruppe ein vollständiges Verbot unterstützen

Trotz eines Anstiegs der lokalen und bundesstaatlichen Befürwortung sowie eines erheblichen föderalen Interesses an der psychedelischen Forschung hat sich die öffentliche Meinung zum persönlichen Gebrauch als resistent gegen Veränderungen erwiesen. Die Umfrage hebt auch die anhaltende soziale Stigmatisierung hervor: Während 48 % der Wähler psychedelische Nutzer mit „aufgeschlossen“ und 37 % mit „kreativ“ assoziieren, wählten nur 16–17 % Beschreibungen wie „moralisch“ oder „intelligent“. Etwa ein Viertel der Befragten sieht Nutzer weiterhin als „Süchtige“ oder „verantwortungslos“. Sicherheitsbedenken sind besonders ausgeprägt bei konservativen und schwarzen Wählern, wobei 50 % der schwarzen Befragten Psychedelika als „süchtig machend“ beschreiben, verglichen mit 34 % der nicht-schwarzen Wähler

Diese Dynamik betont einen klaren Trend: Wähler sind bereit, den Zugang zu Psychedelika für diejenigen zu unterstützen, die als berechtigt oder bedürftig gelten, bleiben aber gegenüber einer breiteren Entkriminalisierung skeptisch. Die Bewegung, die einst persönliche Autonomie und kognitive Freiheit propagierte, wird nun von einem medizinischen Rahmen überholt, der in der Öffentlichkeit stärker Resonanz findet. Wie der Bericht abschließt: „Die klinische und therapeutische Rahmung zieht die Öffentlichkeit mit. Die Rahmung der kognitiven Freiheit hat keinen einzigen Punkt bewegt."

Aus Sicht der Redaktion von OG Lab könnte diese Spaltung der öffentlichen Meinung die nächste Phase der Drogenpolitikreform in den USA prägen. Während die Unterstützung für klinischen Zugang weiter wächst, stehen Befürworter einer umfassenderen Entkriminalisierung vor einem schwierigen Weg, sofern sie nicht verbleibende Sicherheitsbedenken und soziale Stigmata adressieren. Für die globalen Cannabis- und Psychedelikasektoren unterstreichen diese Erkenntnisse die Bedeutung medizinischer Legitimität und heben die Herausforderungen hervor, denen Bewegungen mit Fokus auf persönliche Freiheit und körperliche Autonomie gegenüberstehen

This summary is informational and based on public sources. Verify local regulations and official guidance before making decisions.

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