
US-Bundesregierung unterstützt regenerative Landwirtschaft – Cannabisbauern bleiben außen vor
Die US-Bundesregierung fördert regenerative Landwirtschaft mit einem neuen Programm – Cannabisbauern bleiben aufgrund der Bundesgesetzgebung ausgeschlossen.
Key Points
- 1US-Präsident Trump erweiterte ein USDA-Programm zur Förderung regenerativer Landwirtschaft im Juni.
- 2Cannabisbauern sind wegen der bundesrechtlichen Illegalität vom Programm ausgeschlossen.
- 3Hanfproduzenten können im Gegensatz zu Cannabisbauern USDA-Zertifizierungen und Fördergelder erhalten.
- 4Unabhängige Zertifizierer wie Sun & Earth bieten nachhaltige Landwirtschaftszertifikate für Cannabisbauern an.
- 5Die Regulierungen betonen nachhaltige Bodengesundheit und soziale Verantwortung, insbesondere für kleine Betriebe.
Im Juni unterzeichnete US-Präsident Trump eine Verordnung zur Ausweitung eines Förderprogramms des Landwirtschaftsministeriums (USDA) für regenerative Landwirtschaft. Ziel ist es, Landwirte finanziell zu unterstützen, die durch nachhaltige Methoden wie Bodengesundheitspflege die Umwelt verbessern. Doch ausdrücklich ausgenommen sind staatlich lizenzierte Cannabisbauern, da Cannabis auf Bundesebene weiterhin illegal ist.
Das Programm richtet sich ausschließlich an landwirtschaftliche Betriebe, die konventionelle oder Nutzpflanzen wie Hanf anbauen. Hanfbauern profitieren seit dem Farm Bill von 2018 von USDA-Zertifizierungen und Förderungen, nicht jedoch Cannabisproduzenten, deren THC-Gehalt über der erlaubten Schwelle liegt. Dies bedeutet, dass Cannabisfelder von Bundesmitteln ausgeschlossen sind, obwohl sie ähnliche nachhaltige Anbaumethoden praktizieren könnten.
Das Fehlen eines bundesweiten Rechtsrahmens für Cannabis erschwert nicht nur den Zugang zu Fördergeldern, sondern auch die Zertifizierung. Dagegen setzen unabhängige Organisationen wie Sun & Earth mit eigenen Zertifizierungen an, die ökologische und soziale Kriterien prüfen. Jacob Policzer von Sun & Earth erklärt, dass regenerative Landwirtschaft für die meisten jungen Landwirte attraktiv sei und sich positiv auf Bodenfruchtbarkeit und regionale Wirtschaften auswirke.
Die Zertifizierung von Sun & Earth umfasst eine umfassende Prüfung der landwirtschaftlichen Praxis, einschließlich der Verwendung von Nährstoffen, Kompostierung und sozialer Verantwortung gegenüber Arbeitern. Besonders wichtig sind der Anbau in naturnahem Boden und ohne synthetische Eingriffe. "Für unsere regenerative Zertifizierung muss der Anbau sonnenbelichtet im nativen Boden erfolgen", so Policzer. Die Zertifizierung richtet sich vor allem an kleine Familienbetriebe, die nachhaltige Anbaumethoden mit sozialer Ethik verbinden.


